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200 Kinder beim Tag der Landjugend in Emstal

Geschrieben von Von Marion von Imhoff am .

200 Kinder beim Tag der Landjugend in EmstalMit dem Tag der Landjugend beginnt das Kreiserntefest an diesem Wochenende. Akteure aus grünen Berufen zeigen den Schülern aus Lehnin und Fichtenwalde die Vielfalt des Landlebens.

Emstal Durch das beschauliche Dorf Emstal mit seinen 334 Einwohnern schallen an diesem Tag die Stimmen von 200 Kindern. Die sind die Hauptakteure beim Tag der Landjugend vor dem 22. Kreiserntefest, das an diesem Samstag und Sonntag viele hundert Menschen nach Emstal lockt. 78 Jungen und Mädchen kommen von der Grundschule Lehnin, 122 Kinder aus Fichtenwalde. Die Viert- bis Sechstklässler erfahren an 20 Stationen alles zum Thema Natur und Landwirtschaft.

Der Emstaler Landwirt Johannes Leonhardt ist mit Traktoren und Erntetechnik für 250.000 Euro vorgefahren, um den Kindern Einblick in die Agrartechnik zu geben. Behände klettern die Schüler auf die Traktoren. Die Landwirtin Lisa Kunz zeigt den Mädchen, dass das auch für sie ein spannender Berufs sein könnte.

Die Landfrauen von Potsdam-Mittelmark binden mit den Kindern Herzen aus Heu. Vorsitzende Petra Müller bereitet mit den Neun- bis Zwölfjährigen Marmelade aus Pflaumen zu. Der Emstaler Jäger André Deichgräber, hauptberuflich Elektromeister, zeigt die Vielfalt der Tierwelt. Im Ausstellungswagen des Landesjagdverbandes stehen dicht an dicht ein Kitz, neben Marder, Dachs, Waschbär, Fuchs und anderen Wildtieren, allesamt friedlich guckend, da ausgestopft. „Ich möchte auch mal“, ruft ein Junge, als es gilt, ein Geweih hochzuheben. Erstaunt stellen die Kinder fest, dass es vier Kilo wiegt.

Vom Melken bis zur Frühstücksmilch

Auch den Weg der Milch vom Melken bis zur Milchtüte lernen die Kinder kennen. Ein Imker erzählt von Honigtau und Waldtracht, die Landfrauen von gesunder Ernährung und Sylvia Hermann von der Vielfalt der Samen. Die Regionalmitarbeiterin der Heimvolkshochschule Seddiner See ist die Organisatorin. Sportspiele wie Sackhüpfen und Wasserforschung am Emstaler See mit dem Naturschutzbund sind ebenfalls abzuarbeiten. Wobei das Wort arbeiten nicht recht passt. Denn die gute Laune, aus dem Schulalltag in die Emstaler Idylle mit Bastel- und Forschungsständen zu wechseln, ist den Kindern anzusehen.

 

Es ist der 13. Tag der Landjugend, den die Heimvolkshochschule dank Fördermittel des Landkreises organisiert. „Das Ziel ist zu zeigen, wie vielfältig Landwirtschaft ist und was man für Projekte an Schulen machen kann“, sagt Sylvia Hermann. Zugleich ist es eine Aktion der Berufsorientierung.

Eckhart Haisch und sein Sohn Elias vom Lehniner Institut für Kunst und Kultur stehen derweil schräg gegenüber dem Emstaler Backofenmuseum mit Farbtöpfen und Pinseln zwischen zwei Dutzend Kindern. Die Jungen und Mädchen zimmern und streichen übermannshohe Grashalme und Blumen in Anlehnung an die Kunstwerke Albrecht Dürers. Sie hämmern Holzlatten zusammen und bepinseln sie mit bunter Farbe. Ausgestellt werden die Werke bis zum Winter im Institut für Kunst am Klostersee in Lehnin.

Ein Fest für das „bisschen Ernte“

Die Kinder wissen um den Anlass dieses Aktionstages. „Die Leute aus dem Umkreis feiern ab morgen, dass sie wenigstens ein bisschen zum Ernten hatten“, sagt die Sechstklässlerin Jette und pinselt weiter Grasgrün auf die Holzlatten. Und: „Das hier macht ganz viel Spaß.“

„Wir wohnen in der ländlichen Region, es ist wichtig, dass die Kinder erleben dürfen, was um sie herum in der Landwirtschaft passiert“, sagt Dörte Fandrey, Primarstufenleiterin an der Grund- und Gesamtschule Lehnin. „Und es ist ein schöner Auftakt für das Kreiserntefest.“

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