Der große Umzug auf dem Schulcampus beginnt

Der Hort auf dem Lehniner Schulcampus zieht im Mai in neue Räume. So entsteht Platz für Klassenzimmer, die während des großen Umbaus auf dem Areal dringend nötig sind.

Der große Umzug auf dem Schulcampus beginnt
Bauamtsleiterin Angela Böttge (l.) und Schulsachbearbeiterin Patricia Schulz von der Gemeinde Kloster Lehnin vor der Turnhalle, in deren Sockelgebäude im Mai der Hort einziehen wird. Bisher waren dort vier große helle Klassenräume. Quelle: Marion von Imhoff

Lehnin Das große Umräumen hat begonnen auf dem Lehniner Schulcampus, der sich in den kommenden Jahren baulich sehr verändern wird. Es müssen neue Klassenräume für die aufwachsende gymnasiale Oberstufe angebaut werden, ein Millionen-Projekt.

Damit die Schüler während des Umbaus ein Ausweichquartier haben, räumt nun der Hort seine Räume im alten Schulhaus an der Goethestraße. 230 Jungen und Mädchen mit ihren elf Erziehern ziehen in das Sockelgebäude der Turnhalle.

Dort haben die Schüler bereits zum Ende des ersten Halbjahres für sie vier große und helle Klassenräume geräumt. Bauamtsleiterin Angela Böttge und Schulsachbearbeiterin Patricia Schulz haben der MAZ die neuen Räume gezeigt.

Die Integrierte Tagesbetreuung Lehnin (ITBL), diesen etwas sperrigen Namen führt der Hort offiziell, zieht voraussichtlich im Mai dort ein. Am 4. März beginnt die 300.000 Euro teure Dachsanierung der Turnhalle. Acht Wochen sollen die Arbeiten dauern und den Betrieb in der Halle nicht stören.

Die bisherige Hortfläche wird sich etwas vergrößern. Die Räume werden leicht verändert, die Hortleiterin erhält ein Büro neben der Gymnastikhalle, es wird ein Schülercafé geben. Zudem können die Kinder die Cafeteria mitnutzen. „Es wird eine deutliche Verbesserung geben, weil es einen einheitlichen ebenerdigen Bereich geben wird.“

„Es wird für die ITBL auf jeden Fall eine Verbesserung“, sagt Angela Böttge und verweist auf die Lage. Die künftigen Hort-Räume gehen hinaus auf eine Wiese direkt neben der Turnhalle.

Durch fast raumhohe Türen können die Kinder ins Freie gehen und die Erzieher behalten ihre Schützlinge dennoch durch die großflächigen Fenster gut im Blick. Spielgeräte sollen die Fläche später ergänzen.

Im Mai beginnt der Anbau des Gesamtschulgebäudes. „Ende Februar rechnen wir mit der Baugenehmigung“, sagt Angela Böttge. Für 1,36 Millionen Euro wird es um acht neue Klassenräume vergrößert. Die frühere Oberschule wächst um drei weitere Jahrgänge bis Klassenstufe 13, der Abiturklasse, auf. Das erfordert Platz.

Bis Ende November, hofft Bauamtsleiterin Angela Böttge, werde der Anbau fertig sein. Dafür wird aus Sicherheitsgründen während der Bauarbeiten der Pausenhof der Gesamtschule gesperrt.

Schulleiter Dirk Lenius besichtigte am Freitag die künftigen Räume der ITBL. Er ist zufrieden über den bisherigen Umzug seiner Schüler in das alte Schulhaus: „Es verläuft alles ruhig und entspannt, ich hatte es mir viel hektischer vorgestellt. Wir ziehen immer zwei Räume leer und am nächsten Tag sind sie komplett im ITBL oder im Grundschulhaus untergebracht. „Bis Ende April werden wir komplett mit dem Umzugfertig sein“, so Lenius.

Der Bauprozess auf dem Campus wird mehrere Jahre dauern. Denn wenn der Anbau fertig ist, wird etwa ein, zwei Jahre später ein zweiter und dritter Bauabschnitt folgen. Wann diese Arbeiten beginnen, ist noch offen. Es hängt nach Angaben Angela Böttges davon ab, wann die Gemeinde dafür die nötigen Fördermittel erhält.

„Zwischen den beiden Schulhäusern wird im zweiten und dritten Bauabschnitt eine Verbindung hergestellt.“ Der Verbindungsbau wird auf der heutigen Freifläche des Spielplatzes zwischen den Gebäuden entstehen und einen Fahrstuhl bekommen, um barrierefrei zu sein.

„Wir werden in dem Zwischenbau die jetzt noch fehlenden Klassenräume unterbringen, vernünftige Verwaltungsräume für Lehrerzimmer, Schulsozialarbeit, Sonderpädagogen und Direktor samt Stellvertreter und die Primarstufenleiterin.

„Der Anbau wird in zwei Bauabschnitten erfolgen. Nicht nur aus Kosten-, sondern auch aus organisatorischen Gründen“, sagt die Bauamtschefin. „Der Schulbetrieb muss ja gesichert bleiben.“ Der Verbindungsbau erhält einen Durchgang Richtung Turnhalle.

Das ganz alte Schulhaus bleibt auch weiterhin Domizil des Eltern-Kind-Zentrums. Möglich ist auch, dass es dauerhaft für Unterricht genutzt wird: „Es hängt davon ab, wie stark die Schule wächst“, sagt Angela Böttge. Im Moment ist die Schule fünfzügig.

„Lehnin ist mitten im Landkreis eine Drehscheibe geworden, durch die Super-Plus-Bus-Verbindungen in alle Richtungen.“ Auch davon profitiere der Schulstandort, ebenso von der Tatsache, dass es in der Region der einzige Schulstandort ist, den Kinder von der ersten bis zur 13 Klasse besuchen können. Zudem lockt das Abitur in Klasse 13 und nicht als Turbo-Abi in Klasse 12.